Dokker Ausbau

Dacia Dokker Minicamper #1

Jetzt geht es also los mit der Verwandlung eines Dacia Dokker in einen Minicamper. Zuerst war noch die Frage zu klären, wo der Ausbau und die erforderlichen Arbeiten eigentlich stattfinden sollen. Meine Frau und ich bewohnen eine Stadtwohnung, dazu gehört eine Parkplatz vor dem Haus: Das wäre die erste Option. Keine gute Idee aus zwei Gründen. Erstens muss das Wetter mitspielen. Fängt es an zu regnen, muss man alles wieder wegräumen. Zweitens die neugierigen Fragen der Nachbarn, die mich immer wieder aus dem Flow bringen würden. Option zwei ein ungenutzter Kellerraum, der mit Segen des Hausmeisters auch hätte genutzt werden dürfen. Kein Regen, aber viel Treppen steigen. Drittens hatte ich den Balkon in Erwägung gezogen, um zu sägen, zu bohren. Meine Frau war not amused.

Da kam die rettende Idee. Unser Schrebergarten. Ein idealer Platz für die ganzen Vorbereitungsarbeiten. Denn um Gewinde zu schneiden und Holzplatten zuzusägen, muss ich nicht zwingend im Dokker sitzen. Doch halt! Ich habe ja gar keinen Strom im Garten. Außer Solarstrom für die Alarmanlage und im Sommer für den Kühlschrank. Oder den Generator, den ich dann immer wieder anschmeißen müsste, wenn ich ein Elektrowerkzeug benutzen will. Doch nochmal halt! Es gibt ja Akkuwerkzeuge. Klar, Akkuschrauber benutze ich schon ewig im Garten. Aber das es eine Akku-Kreissäge gibt, wusste ich bis vor Kurzem nicht einmal.

Idyllischer Arbeitsplatz mit Gratis-Froschkonzert

Und so bin ich auf das 12 Volt Akku-System von Bosch gekommen. Den Akkuschrauber hatte ich schon zu Hause. Ich konnte mir kaum vorstellen, wie eine Kreissäge mit 12 Volt funktionieren könnte. Und ganz sicher wäre es nicht meine erste Wahl, wenn ich als Dachdecker oder Tischler meine Brötchen damit verdienen müsste. Aber um hin und wieder eine Holzplatte durchzusägen, ist das das perfekte Werkzeug.

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Ich habe mich für den Ausbau ja für eine Modulbauweise entschieden. Nun war das erste Modul an der Reihe. Es besteht aus einer Grundplatte, worauf ein Rahmen aus Aluprofilen befestigt wird. Das Ganze soll später Teil der Liegefläche sein und Platz für drei Euroboxen 40x30x32 bieten. Ich glaube, hier sagt ein Bild mehr als tausend Worte:

Kistenmodul

Um die Aluprofile verschrauben zu können, habe ich erst einmal jede Menge Gewinde schneiden müssen. Vielleicht wären auch selbst schneidende Schrauben gegangen? Ich habe es nicht probiert und die sichere, wenn auch Zeit raubende Variante gewählt. Für die Eckverbindungen habe ich zwei Arten von sogenannten 3D-Verbindern gefunden. Die oben zu erkennende in Würfelform und eine weitere:

Nicht empfehlenswerte 3D-Verbindung

Die oben im Bild war zwei Euro pro Stück teurer und ist in meinen Augen keinen Schuss Pulver wert, weil nicht passgenau. Man muss schon ziemlich frickeln, damit die kleinen Nasen genau in die Führungen passen. Wenn man denkt, dass zieht sich schon passend beim Anschrauben, riskiert die Beschädigung des Gewindes in dem weichen Aluminium. Die Plastikabdeckung für diese 3D-Variante ist genau so ein Witz:

Der Plastik-Pinockel hält vielleicht ein Mal

Wenn man ein-, zweimal an die Ecken rempelt, ist die Plastikabdeckung Geschichte. Es sind halt Erfahrungen, die man erst einmal sammeln muss. Auf jeden Fall ist meine Ausbaumethode nichts für Ungeduldige. Es wäre wirklich sehr viel einfacher, sich im Baumarkt ein paar Dachlatten zu besorgen, dazu zwei Dutzend von diesen Messingwinkeln und eine Schachtel Spaxschrauben. Im Nullkommanix hat man sich dann so eine Kiste zurecht gezimmert. Je nach handwerklichem Können variiert das Ergebnis dann zwischen einer ansehnlichen Truhe oder einem Karnickelstall. Ich bewundere auch Leute, die sich erst einmal mit einem 3D-Programm eine Zeichnung erstellen. Das wiederum wäre mir dann zu aufwändig. Die einzige existierende schriftliche Aufzeichnung, die außerirdische Besucher von einem fremden Planeten von meinem Dokker-Ausbau finden würden, wäre folgende:

Es geht doch nichts über eine sorgfältige Planung

Weil die einzelnen Arbeitsschritte nur sehr langwierig in Worte zu fassen sind, haben wir natürlich auch ein Video in petto. Es würde uns freuen, wenn ihr dieses anschaut und wohlwollend bewertet. Wie es weitergeht, erfahrt ihr demnächst hier.

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